26.01. Bagan
Der Musikant auf dem Nachbargrundstück war nach Aussage meiner Mitreisenden wieder die ganze Nacht bei ungedrosselter Lautstärke aktiv. Neuerliche Gerüchte machen die Runde: Angeblich erleben wir im Augenblick nur die Proben – ab morgen geht es dann richtig rund … Ich sehe mir noch einige benachbarte Tempel an und schlage mich durch kleine Dörfer bis zum Irrawaddy durch. Auf dem Rückweg versuche ich den Ort der Feierlichkeiten zu lokalisieren, eigentlich ganz einfach, immer der Musik nach … Als ich mich schon kurz vor dem Ziel wähne, verstummt allerdings plötzlich die Musik und setzt auch nicht mehr ein. Möglicherweise ist gerade der Diesel für das Stromaggregat ausgegangen ? Ich stehe jedenfallls in der Pampa zwischen Palmen und Kakteen und habe Schwierigkeiten die Hauptstrasse wiederzufinden.
Meine Mitreisende Anne hatte die gleiche Idee, war aber erfolgreich und erzählt mir später im Cafe, daß Freitag morgen um acht die Prozession am Hotel vorbeiführen soll und die Party am Abend dann erst richtig beginnen soll – zu diesem Zeitpunkt sitze ich aber leider/zum Glück bereits im Flieger nach Yangon. Momentan sitzt die Dorfgemeinschaft in einem Versammlungshaus zusammen, ist fettes Schweinefleisch und spielt den lieben langen Tag Kasetten über das gigantische Soundsystem ab.
















Ich laufe in der sengenden Mittagshitze nach Old-Bagan. Der Markt ist selbst für burmesische Verhältnisse stinkend und schmutzig, ich nehme nach kurzer Zeit eine Pferdekutsche zurück ins Hotel und verbringe den Rest des Tages mit Fotos sortieren am Pool. Am Abend dann ein Abschiedsessen, die meisten Mitreisenden haben noch 5 Tage Strand am Ngapali-Beach gebucht, ich hingegen bin ganz froh, das ich bald wieder in Bangkok bin ...