08.02. Pakbeng
Neben meinen Schlafzimmer befindet sich erneut ein Kloster – pünktlich um 03.45 Uhr werde ich durch Glockengeklimpere und Gongschläge geweckt, anschließend wird noch eine Viertelstunde getrommelt, danach ist dann aber wieder Ruhe, bis die Hähne ihr Morgenkonzert beginnen (so ab 5.30 Uhr) … Nun ja, heute früh geht es mit dem Schiff den Mekong hoch, Richtung Goldenes Dreieck und ich muß so oder so noch Bordproviant besorgen. Ich stehe also etwas früher als sonst auf und mache noch eine Einkaufstour durch das erwachende Luang Prabang, bevor ich dann um 8.00 Uhr am Hotel abgeholt werden soll. Ich besorge mir im Ort also ein Baguette mit KÄSE (okay, nur Schmierkäse von der „roten Kuh“, aber immerhin) und frühstücke im Hotelgarten. Kurz danach steht dann ein TukTuk-Fahrer am Frühstückstisch und nuschelt was von „Slowboat“. Er ist eine halbe Stunde zu früh, zum Frühstück will er sich anderenseits aber auch nicht einladen lassen, also muß er halt ein wenig warten.
Ich habe für meine Passage 240000 Kip gezahlt, ich hatte aber auch Angebote für 300.000 erhalten, an Bord sehe ich dann wie sich der Preisunterschied darstellt: Die 1.Klasse sitzt auf alten Autositzen, ich in der 2.Klasse auf sehr schmalen Holzbänken, immerhin mit Sitzkissen. Das Boot ist glücklicherweise nur zu einem Drittel belegt, man kann sich also breitmachen, in der Gegenrichtung ist wohl oft deutlich mehr Betrieb.











Die Fahrt ist zwar erheblich interessanter als vor 2 Wochen den Irrawaddy hinauf, dennoch zieht sich die Geschichte irgendwann ganz gewaltig, erst um 18.30 machen wir im Hafen von Pakbeng fest. Anfangs sieht es so aus, als wären alle Ankerplätze schon belegt, aber unser Schiffsführer drängt sich einfach in eine winzige Lücke hinein und schiebt links und rechts je 5 Boote zur Seite. Gleich nach dem Aussteigen sind jede Menge Schlepper und Gepäckträger aktiv, man sollte etwas auf sein Gepäck achten, sonst sucht es sich selbstständig einen Schlafplatz... Ich habe bereits telefonisch vorgebucht, wäre aber nicht notwendig gewesen, bis ich mein Guesthouse erreicht habe, wird mir noch diverse Male ein Zimmer offeriert … Steige im Bounmy Guesthouse ab, nicht schlecht für 400 Baht, aber auch nichts besonderes, immerhin kann ich schon wieder mit thailändischen Baht bezahlen, meine Kip reichen gerade noch zum Abendessen. Der leicht schmierige Juniorchef der Herberge will mich gleich ins hauseigene Restaurant bugsieren, ich gehe aber lieber erstmal "Downtown" schauen. Ich lande in einem Terrassenrestaurant mit handgeschriebenen Speisekarten auf Bambuspapier und bekomme das mit Abstand beste Essen während meines Aufenthaltes in Laos gekocht. Zum Nachtisch bietet mir der etwas dubiose Betreiber dann noch "Happy-Bananapancake" an - ich kann mir zwar schon denken was das sein soll, frage aber trotzdem nochmal nach, und richtig: "Happy" ist das Synonym für Marihuana. Ich lehne dankend ab und bestelle lieber noch ein Beerlao ...