04.03. Mekong Delta
Heute geht es ins Mekong-Delta, die passende Tour haben wir über das Hotel gebucht, ein schwerer Fehler, wie sich bald herausstellen soll, denn die Gleichung gutes Hotel=gute Tour soll leider nicht aufgehen. Das beste an der ganzen Geschichte ist noch der Pickup-Service morgens am Hotel. Dieser bringt uns zur Firmenzentrale der dubiosen Firma "Happytours", wo erstmal warten angesagt ist, bis die restlichen Teilnehmer eingesammelt worden sind. Endlich geht es los, mein Erstaunen ist dann aber groß, als wir in einen altersschwachen OpenTour-Bus einsteigen sollen. Das Gefährt ist laut wie ein Panzer, die Sitze speckig und die Stoßdämpfer wurden offensichtlich noch nie getauscht ... Doch es wird noch viel schlimmer: Unser charismatischer Führer für diesen Tag ist ein gewisser "Mister Drum", ein Vietnamese mit fast gänzlich fehlender unterer Zahnreihe, der sich zudem für ein verkanntes Gesangstalent hält und uns alle immer wieder mit Eigenkompositionen seiner Sangeskunst "unterhält". ( Ich stelle ihn bei nächster Gelegenheit mal bei You Tube ein.) Im Delta angekommen werden wir durch langweilige Kanäle geschippert, in denen es wenig zu sehen gibt und ansonsten auf irgendwelchen Inselchen abgesetzt, um im wesentlichen blöde Verkaufsstände zu besichtigen. Ein völliger Griff ins Klo oder wie ein Mitreisender aus Singapur treffend meint: " Just another rubbish tour ..." Immerhin haben wir im Gegensatz zu ihm nur 16 und nicht 25 $ gezahlt, aber der Tag ist natürlich trotzdem im Eimer. Einer der zahllosen weiteren "Höhepunkte" dann das Mittagessen, das so schlecht ist, das wir das knorpelige Fleisch nach kurzer Zeit an anwesende Hunde verfüttern, die es aber auch erstmal wieder ausspucken ...
Nach diesem Debakel wollen wir es uns dafür am Abend gut gehen lassen und haben auch mit dem "Bamboo Garden" schnell ein nettes Restaurant gefunden, dachten wir zumindest. Die fettigen und geschmacklosen Frühlingsrollen hätten uns eigentlich schon warnen sollen, die danach gelieferten "Prawns in Coconut" waren stellenweise schon braun angelaufen und hingen schlaff - richtig geraten - in einer alten Kokosnuss. Irgendwie hatten wir uns etwas anderes darunter vorgestellt, auch der Hühnerkopf der später unvermutet in meinem Hotpot auftauchte war nicht wirklich appetitfördernd ...