06.03. Saigon-Phnom Penh
Kurz nach sieben spaziere ich dann mit deutlich reduziertem Marschgepäck in die Pham Ngu Lao. Nach Phnom Penh fahre ich heute mit sapacatouris.com, man zahlt 2 Dollar mehr als für den OpenTour-Bus, wie sich herausstellt eine sehr gute Wahl. Der Bus steht gegenüber des Reisebüros, ist relativ neu und verfügt über AC, WC und vor allem über funktionierende Stoßdämpfer. Im Gegensatz zu den reudigen OpenTour-Bussen hat man auch nicht ständig das Gefühl, direkt auf einem röhrenden und vibrierenden Schiffsdiesel zu sitzen ... Als wir an der Grenze ankommen, kümmert sich der Beifahrer für mich um die Visabeschaffung. Der Spaß kostet 25 $ und wird nebenbei erledigt. Was man nach dem Grenzübertritt als erstes vermisst, sind die wogenden grünen Reisfelder, in Kambodscha nur graues Ödland mit vereinzelten Palmen, erst als wir uns Phnom Penh nähern wird es wieder grüner.
Endstation für den Bus ist nach knapp 7-stündiger Fahrt der Sihanouk Boulevard, direkt an der Endhaltestelle wartet auch bereits der übliche Pulk von TukTuk-Fahrern und selbsternannten "Guides". Ich schlage erstmal alle Angebote aus und gehe zu Fuß los. Nachdem ich mich orienttiert habe, rufe ich mir dann doch ein TukTuk und stelle fest, das die Gerüchte stimmen: Die allermeisten Fahrer sind komplett inkompetent und kennen selbst bekannteste Orte nicht ... Ich wohne mitten im Zentrum, mein Fahrer muß aber erst zweimal die Karte studieren, um die Strasse 63 zu finden - in etwa so, wie wenn ein Taxifahrer in Frankfurt die Hanauer Landstrasse nicht kennen würde ...
Im N'awlins-Guesthouse geht es dann zum Glück unkompliziert weiter, der Laden wird von einem Amerikaner und seiner kambodschanischen Freundin betrieben, man hat erst kürzlich eröffnet und noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen. Ich habe nur ein normales EZ und keinen Deluxe-Singleroom gebucht - ein Fehler, wie ich bald merken werde ... Ich habe zwar Stuck an der Decke und Marmor auf dem Boden, allerdings bewohne ich dafür auch ein fensterloses Kabuff, das in einen der Schlafsäle integriert ist. Wenn ich den Wasserhahn aufdrehe, geht gleichzeitig die Dusche los, die im selben Moment das ganze Bad überschwemmt, da man selbstredend wie fast überall in Südostasien auf eine Duschkabine verzichtet hat und den Duschkopf direkt neben der Toilette montiert hat ...










