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Willkommen in Südostasien !

07.03. Phnom Penh

Habe in meinem Kabuff trotzdem erstaunlich gut geschlafen und besichtige noch kurz die Dachterasse um hernach in der Nachbarschaft ein Frühstück einzunehmen. Kaffee, Toast mit Ei, Gemüse und "Specialsauce" kosten nur 1,75 $ - die Herstellung des ganzen dauert aber ... Es gibt zwei Gäste, einer ist das Spusi der Bedienung, der andere bin ich, nach nur 20 Minuten dampft dann aber der Kaffee vor mir - man hat hier offensichtlich noch alle Zeit der Welt.

Danach schlendere ich zum Königspalast, man lässt mich aber nicht mehr ein, da man um halb 11 vorsorglich schon mal die Schoten dicht gemacht hat - von 11-14 Uhr ist schließlich Mittagsruhe, ich müsse verstehen ...

Ich laufe daher die menschenleere Uferpromenade entlang, nur gestört durch TukTuk-Fahrer, die mir alle 10 Meter ihre Dienste aufdrängen. Es ist heute wieder mal HEISS, sehr heiss übrigens - 38 Grad im Schatten bei deutlicher Schwüle, aber ich will nicht meckern, im Schneesturm auf der A3 zu stehen ist sicherlich auch kein Vergnügen...

Da es auf Mittag zugeht und zudem Sonntag ist, beschließe ich einen kleinen Frühschoppen einzulegen. Im semi-legendären FCC ist noch tote Hose, das Bistro Edelweiss kann auch mit seinen weiß-blauen Tischdeckchen nicht wirklich überzeugen und so lande ich im Bistro Anjali, direkt am Fluß. Falls es jemanden demnächst hierher verschlagen sollte: Äußerst solide Getränkeauswahl zu Kampfpreisen - die 0,66 Flasche Beerlao für 2,50 $, keine brutale Klimaanlage, sondern dezente Deckenventilatoren, ein schöner Platz um die Reiseberichte der letzten Tage zu schreiben ... Das Khmer Chicken Amok das man hier serviert ist übrigens ausgezeichnet, keine Spur von "westernized".

Wenn man die Berichte in der englischen Wikitravel so liest, kommt man nicht umhin, Phnom Penh für eine Mischung aus Beirut und Palermo zu halten - einen Eindruck, den ich bislang absolut nicht bestätigen kann. PP fühlt sich erheblich westlicher als vergleichbare asiatische Großstäde an, ist dabei aber gleichzeitig deutlich unterentwickelter, was eine nicht uncharmante Mischung ergibt, wie ich finde ...

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Okay, das mit dem charmant nehme ich mal lieber gleich wieder zurück, da habe ich mich doch etwas arg weit aus dem Fenster gelehnt: Phnom Penh ist staubig und schwül, es gibt jede Menge chinesische Architektursünden zu besichtigen, recht anstrengende Bettelkinder, die einem jeden Tag aufs neue raubkopierte "Lonely Planets" und anderen Blödsinn verkaufen wollen und ganz viele Verkehrsteilnehmer, die ihren Führerschein auf dem Rummel geschossen haben, sofern sie denn überhaupt einen besitzen ...

Mit zwei Kanadierinnen teile ich mir ein TukTuk und fahre zum S-21, dem berüchtigten Foltergefängnis der Roten Khmer und anschließend auf die Killing Fields, außerhalb der Stadt.

Das S-21 war ursprünglich eine Schule, die man in aller Eile zum Konzentrationslager umgebaut hat. Unauffällig mitten in einem Wohngebiet gelegen, nur der Stacheldraht mutet etwas seltsam an, worüber sich aber keiner mehr wundern konnte, da die Stadt damals schon weitestgehend geräumt war. Die Zellentrakte sind wohl unverändert erhalten geblieben, für höhere Kader gab es Einzelverliese, alle anderen mussten in winzigen Kammern oder Massenlagern vegetieren. Zur Zeit läuft hier eine beeindruckende Fotoausstellung des Schweden Gunnar Bergström. Bergström besuchte Kambodscha 1978 als Mitglied einer Delegation schwedischer Kommunisten und kommentiert seine damaligen Fotos mit dem Abstand von 30 Jahren und seinem heutigen Wissen.

Danach geht es auf die Killing Fields, auf denen es außer einem nicht ganz geschmackssicheren Mahnmal und einem lieblosen Museum nicht viel zu sehen gibt. Angeblich haben sich irgendwelche dubiose Chinesen die "Vermarktungsrechte" für das Areal gesichert, die Fahrt dorthin kann man sich getrost schenken.

 

Alle Fotos des Tages

Aktualisiert (Sonntag, den 04. April 2010 um 06:46 Uhr)

 

12. - 14.03. Siem Reap

Vier Tage PP sind dann doch mehr als ausreichend und ich lasse mir von meinem amerikanischen Gastgeber für 5 $ ein Busticket für die Weiterfahrt nach Siem Reap besorgen. Morgens werde ich pünktlich von einem Kleinbus abgeholt und zum zentralen Busbahnhof gekarrt. Dort komme ich mit einem Engländer in Gespräch, der gerade aus Siem Reap zurückgekehrt ist - sein Eindruck lautet kurz und knackig: "It's all about the money ..."

Die Fahrt über Land war okay, alles andere als spektakulär zwar, als Alternative hätte es aber nur eine Bootfahrt über den Tonle Seap gegeben - für unverschämte 25 $ und einem "Sonnenplatz" auf dem Oberdeck - aber es ist wohl eh schon Niedrigwasser und der Schiffsverkehr eingestellt.

Ich wollte eigentlich die gesamte Zeit in Siem Reap in der Golden Temple Villa wohnen, am ersten Tag war sie allerdings bereits ausgebucht und ich muß eine Nacht im XXX übernachten. Obwohl das Zimmer nur 6 $ kostet und ich auch nur eine recht vage Ankunftszeit mitteilen konnte, steht trotzdem ein Fahrer am Bahnhof, der mich ins Hotel bringt - Service, den man auch in Kambodscha in dieser Preisklasse nicht unbedingt erwarten sollte. Das Hotel dürfte der Preis-Leistungssieger der Reise werden: Große und saubere Zimmer und sogar Sat-TV. Am nächsten Morgen wechsele ich dann in die fast 3x so teure "Golden Temple Villa" - ein völliger Griff ins Klo, wie sich herausstellen soll ...

Als ich um 12.00 versuche einzuchecken findet man erstmal meine Reservierung nicht, obwohl ich übers Internet gebucht habe und alle Daten sowohl für den Hotelier und auch den Gast online verfügbar sind. Aber nein, ICH muß mich in den PC-Raum setzen, meine Reservierung ausdrucken und beweisen, das ich auch wirklich gebucht habe ... Nach längerem Hin und Her erhalte ich dann endlich ein Zimmer und bekomme noch eine 20 minütige Massage und einem Welcome-Drink versprochen. Der Drink wurde selbstredend nie serviert, die Massage unter fadenscheinigen Gründen später verweigert, das Zimmer an allen Tagen nie gereinigt, gebuchte Fahrten zu den Tempeln vergessen usw. - ein richtiger Drecksladen - am letzen Tag habe ich mir zum krönenden Abschluß im Hotelrestaurant noch "Montezumas Rache" eingefangen. Ich habe hier auf Grund der vielen positiven Rezensionen auf Tripadvisor.com gebucht, ich hätte ich mir allerdings auch die fast 30 negativen Kritiken durchlesen sollen, dann wäre wir einiges erspart geblieben ...

 

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Aktualisiert (Mittwoch, den 16. Februar 2011 um 18:10 Uhr)

 
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