Willkommen in Südostasien !
03. - 04.02. Vang Vieng
Mit einem „VIP-Bus“ geht es nach Vang Vieng. Nachdem wir Vientiane verlassen haben, wird auf halber Strecke dann auch die Landschaft deutlich interessanter. Es wird mittelgebirgig, ein wenig sieht es auch wie im Allgäu mit Bananenbäumen am Wegesrand, die ersten Karstberge tauchen am Horizont auf und nur vereinzelte Kuh- und Ziegenherden auf der Straße verzögern noch unsere Ankunft in Vang Vieng.
Vang Vieng hat ja mit einem recht zweifelhaften Ruf zu kämpfen: Einerseits umgeben von einer traumhaften Landschaft, man kann noch im Fluß baden gehen – anderenseits jede Menge Sauf-Tourismus, der von kommunaler Seite auch noch gefördert wird.













Wie auch immer, es ist offensichtlich schon Nebensaison, der Ort ziemlich leer und vom „Ballermann“ ist man zum Glück noch Lichtjahre entfernt … Die beiden Hauptvergnügen der meisten Reisenden bestehen darin, sich a) in einem LKW-Schlauch mit einem Bier in der Hand vier Kilometer den Fluss hinuntertreiben zu lassen bzw. b) sich auf versifften Matratzen in TV-Kneipen US-Serien anzusehen …
Ich für meinen Teil verzichte auf beides und mache lieber eine kleine Wanderung ins Umland, besichtige eine der vielen am Ort verhandenen Höhlen (langweilig – hätte ich mir auch sparen können) und versacke schließlich bei eisgekühltem Beerlao in einem Biergarten am Fluß, wo ich diesen Bericht hier tippe …








Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 14:04 Uhr)
05.02.Vang Vieng-Luang PrabanngAm Vortag habe ich eine Fahrt mit dem „Minibus“ für 105.000 Kip nach Luang Prabang gebucht. Ich werde pünktlich um 08.30 am Guesthouse abgeholt, eine halbe Stunde später soll es am ehemaligen CIA-Flughafen, der nunmehr der zentrale Busbahnhof ist, losgehen. Die Abfahrt verzögert sich aber wieder um über eine halbe Stunde, da sich eine Gruppe stark restalkoholisierter und strunzdummer Amerikaner weigert in den (zugegebenermaßen) recht klapprigen Zubringerbus zu steigen, der sie zum Abfahrtsort (und nur dahin) bringen soll ... Igendwann geht es dann aber doch los und es folgt eine 6-stündige Tour durch atemberaubende Karstgebirgslandschaften. Bis nach Luang Prabang sind es 250 Kilometer, wir fahren in einem 9er-Hyundaibus, die Geschwindigkeit fällt bei starken Steigungen öfters mal unter 10 km/h und auch die Klimaanlage funktioniert am Berg nicht wirklich gut . Liebend gerne würde ich diese Strecke irgendwann mal mit dem Rad fahren, unterwegs gibt es viele großartige Ausblicke und diverse anspruchsvolle Bergprüfungen zu bewältigen, nur Unterkünfte am Wegesrand sind noch nicht vorhanden.
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Gegen 16.00 rollen wir am Stadtrand ein und werden vertrauensvoll in die Hände der Tuk-Tuk-Mafia übergeben. Für 10000 Kip pro Nase fährt uns ein Sammeltaxi in die Stadt, der Fahrer spricht wie üblich kein Wort Englisch und man muß sich erstmal umständlich orientieren, wo man denn nun gelandet ist. Ich habe mein Guesthouse morgens bereits telefonisch vorab gebucht, habe dann aber vor Ort erhebliche Schwierigkeiten es zu finden, da es im Loose-Reiseführer ( „überarbeitete“ Ausgabe 2009) noch als Sipadith-Guesthouse geführt wird, der neue Besitzer es aber bereits 2006 in Boun Cha Leum umbenannt hat … Überhaupt: Finger weg vom Loose ! Habe die Ausgaben Myanmar und Laos dabei und würde jedem dringend vom Kauf abraten. Die Texte sind zwar nicht besser oder schlechter als in anderen Reiseführern, in Sachen Übersichtlichkeit und Aktualität sind aber beide Bände grauenhaft. In der Myanmar-Ausgabe wird zudem ständig auf die ominöse Seite 000 verwiesen, Rufnummern sind oft falsch, generell sind etliche beschriebene Orte nicht in den enthaltenen Stadtplänen verzeichnet – und selbst falls sie es sind, sind z.B. die Hotels nicht alphabetisch sortiert, sondern willkürlich nach Nummern geordnet … Jedesmal wenn man das Inhaltsverzeichnis aufschlagen möchte, muß man erst eine 20-seitige Fotostrecke überblättern, so etwas gehört nun wirklich in die Buchmitte. Man sucht sich ständig einen Wolf, die grauenvolle Grafik vermiest einem dann noch den Rest ... Der nette Besitzer liest mich dann aber irgendwann von der Strasse auf und ich erhalte das bisher schönste Zimmer in Laos.
Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 14:05 Uhr) |